Alljährlich stellt sich die Frage für Viele, in welcher Weise genau sie ihr Urlaubsbudget verwenden könnten. Dies bringt die Frage mit sich, wie Urlaub überhaupt definiert werden könnte: Meint man damit a) Kraft schöpfen in Seele und Körper, b) Geld ausgeben auf ungewöhnliche Art und Weise oder c) die Veränderung des Tagesablaufs?
Tatsächlich lassen sich alle drei Möglichkeiten in den Absichten wiederfinden, die Urlauber so zu Protokoll geben, wenn man sie fragt.
Doch eine Zeit der inneren Einkehr ist nicht an den Wert der Investitionen gebunden, die man für Freizeitvergnügen innerhalb einer bestimmten Zeit im Jahr verwendet – ein Flughafenhotel bereits kann eine unnötige Geldausgabe bedeuten, weil es an Service mangelt. Andersherum aber kann möglicherweise – etwa für Allergiker – die alljährliche Urlaubszeit tatsächlich an einen Ort gebunden sein: Die Nordseeinseln bieten durch ihr Klima ein hohes Potenzial der Gesundung auch für Asthmakranke oder Menschen mit Bewegungsschwierigkeiten.
Am glücklichsten jedoch ist – so sagen es Forschungen – derjenige, der etwas für andere tut. Das heißt: Indem man Geld spendet, damit anderen, vor allem Kindern, Behandlungs- und Heilungsprozesse ermöglicht werden, um sie in ein menschenwürdiges Leben wieder überzuführen, macht der Spender sich selbst glücklich. Das bedeutet: Gutes tun ist Urlaub für die Seele – ortsungebunden, zuverlässig und zum Wohle vieler. Gemeindearbeit, christliche Freiwilligenarbeit oder Missionsdienste mögen sicherlich im Tagesablauf einen Kräfteaufwand bedeuten – letztlich aber stehen Aktivitäten dieser Art im Dienste des anderen Menschen und vermitteln dem eigenen Empfinden Ausgeglichenheit, Ruhe und die Sicherheit, friedvolles Denken sei stets aus eigener Energie heraus machbar.
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